Die Herstellung unserer feuerfesten Erzeugnisse umfasst – je nach Produktlinie – unterschiedliche Verfahren der Formgebung, wie Stampfen, Pressen (einschließlich isostatisches Pressen), Schlickerguß und Vibrationsformgebung.
Produkte
Schamotte Erzeugnisse
Schamotteerzeugnisse bestehen chemisch überwiegend aus SiO2 und Al2O3, Unterteilt werden Schamotteerzeugnisse nach ihrem Al2O3-Gehalt, der zwischen 10 und 45 % liegt, nach dem Formgebungsverfahren (plastisch, halbtrocken, trocken, schlickergegossen) und nach dem Anwendungszweck mit spezifizierten Eigenschaftswerten.
Hauptrohstoffe sind feuerfeste Bindetone und Schamotten (gebrannte Tone).
Tonerdereiche Erzeugnisse
P-D Refractories produziert tonerdereiche Erzeugnisse mit einem Al2O3-Gehalt von min. 45 % bis ca. 99% auf Basis natürlich vorkommender als auch synthetisch hergestellter Rohstoffe, wie z.B.:
- Schmelz- und Sinterrmullit
- Schmelz- und Sinterkorund
- Andalusit, Sillimanit und Kyanit
- Bauxit
- kalzinierte Tonerde
Diese Erzeugnisse – auch in Kombination aus tonerdereichen Rohstoffen – werden mit keramischer Bindung als auch mit Aluminiumphosphatbindung angeboten. Durch Zugabe von zirkon-, chromoxid- und kohlenstoffhaltigen Zusätzen werden tonerdereiche Erzeugnisse mit speziellen Eigenschaften, wie guter Temperaturwechselbeständigkeit oder hoher Korrosionsbeständigkeit erzielt, die auf die jeweiligen Einsatzbedingungen abgestimmt sind.
Zirkonhaltige Erzeugnisse
Zirkonhaltige Werkstoffe teilen sich ein in die reinen Zirkonsilicatwerkstoffe und Gemische aus Zirkonoxid, Zirkon, Mullit und Korund (Alumina-Zirconia-Silica-Werkstoffe). Darüber hinaus werden teil- oder vollstabilisierte Zirkonoxid-Materialien hergestellt. Zirkonhaltige Produkte zeichnen sich durch hohe Korrosionsbeständigkeit gegenüber einer Vielzahl von aggressiven Medien aus und finden vorwiegend Verwendung in der Glas- und Stahlindustrie.
Chromhaltige Erzeugnisse
Zu den Chromoxidwerkstoffen zählen reine Chromoxidsteine und Chromoxid-Korundsteine. Im Gegensatz zu den natürlichen Rohstoffen wird das Chromoxid durch aufwendige Aufbereitungen von Chromerzen gewonnen und ist somit ein technischer oder synthetischer Rohstoff. Ausgangsrohstoff für alle Chromoxidwerkstoffe aus unserem Hause sind hochreine Chromoxide (Mineralname Eskolait) oder vorgesinterte und anschließend gekörnte bzw. gemahlene Rohstoffe. Die Formgebung erfolgt durch isostatisches oder uniaxiales Pressen, Handformung oder Vibrationskompaktierung.
Isostatisch gepresste Erzeugnisse
Das isostatische Pressverfahren ermöglicht durch die gleichmäßige Verdichtung die Herstellung von Produkten, bei denen eine sehr gute homogene und auch kompakte d.h. sehr stark verdichtete Steinstruktur erreicht werden soll. Die in der Feuerfestindustrie üblich angewendeten Formgebungsmethoden, wie hydraulisches Pressen, Handstampf-, Schlickerguß- und Vibrationsformgebungsverfahren, erreichen diese gleichmäßige Verteilung und die Verdichtung der einzelnen Rohstoffkomponenten nicht.
Isostatisch gepreßte Produkte zeichnen sich durch herausragende Materialeigenschaften, wie beispielsweise einer sehr hohe Korrosionsbeständigkeit gegenüber glasartigen Schmelzen aus. Hauptanwendungsgebiete dieser Produkte sind die Glaskontaktbereiche in der Faserglasindustrie (Textilglas, Glas- und Mineralwollanlagen). Hier werden isostatisch gepreßte zirkon-, chromoxid und chromkorundhaltige Produkte eingesetzt.
Darüber hinaus wurden in unserem Hause besonders für den Einsatz in Kalk-Natron-Kieselglas-Schmelzanlagen isostatisch gepreßte zirkonmullit-, chromoxid- und chromkorundhaltige Produkte vor vielen Jahren entwickelt und sehr erfolgreich eingeführt. Bestimmte, sehr stark beanspruchte Zonen in einer Glasschmelzwanne, zeigen häufig einen vorzeitigen Verschleiß, eine Erhöhung der Glasfehler und eine Verminderung der Schmelzleistung, sofern diese Zonen mit schmelzgegossenen AZS-Material zugestellt sind. Sind diese Schwachstellen mit isostatisch gepreßten Produkten ausgestattet, werden erheblich längere Laufzeiten mit deutlich verbesserten Glasqualitäten erreicht. Diese Produkte sind heute nahezu ein “Standard” in der Zustellung von Glasschmelzanlagen und tragen erheblich zur Minderung der Herstellkosten, zur deutlichen Verbesserung der Glasqualität und somit zur Wirtschaftlichkeit der Anlagen bei.
Quarzgut Erzeugnisse
Rohstoffbasis ist Kieselglas (auch als Quarzgut bezeichnet), glasig erstarrtes SiO2, welches durch elektrisches Schmelzen von hochwertigen Quarzsanden (> 99,5 SiO2) hergestellt wird.
Die Formgebung der Kieselglaserzeugnisse (Fused Silica) erfolgt unter Verwendung eines chemischen Bindemittels durch Pressen oder mittels Schlickergießen. Die Formlinge werden definiert getempert. Charakteristisch ist ein extrem niedriger Wärmeausdehnungskoeffizient, woraus die besondere Eignung als Heißreparaturmaterial resultiert. Im Einsatz bei Temperaturen oberhalb ca. 1150 °C erfolgt eine irreversible Umwandlung in Cristobalit.
Kieselglaserzeugnisse werden in der Glasindustrie, als säurefeste Auskleidung in der chemischen Industrie und als Heißreparaturmaterial (Glas- und Koksöfen) eingesetzt.
SiC-Erzeugnisse
SiC-Erzeugnisse basieren auf synthetisch hergestellten Siliziumcarbidkörnungen mit ausgewählten, auf den Einsatzzweck abgestimmten Bindungskomponenten und metalloxidischen Additiven. Die ausgezeichneten Eigenschaften des SiC, wie hohe Wärmeleitfähigkeit und hohe Korrosionsbeständigkeit gegen zahlreiche Medien; finden besonders im Hochofen und in Abfallverbrennungsanlagen ihre Anwendung.
Wärmedämmende Erzeugnisse
Rohstoffbasis der Isolier- und Feuerleichtsteine mit einer Gesamtporosität > 45% sind poröse Rohstoffe, wie Kieselgur, Vermikulit (Blähschamotte), Hohlkugelkorund oder Asche mit unterschiedlichen Tonerdegehalten sowie flüchtige, brennbare oder Schaum bildende Zusatzstoffe und Ausbrennstoffe.
Mit modernen hydraulischen Pressen können auch großformatige Wannensteine für die Bodenisolierung von Glasschmelzwannen gefertigt werden. Ein weiteres Einsatzgebiet der Feuerleichtsteine ist die Wärmedämmung in thermischen Industrieanlagen.
Zur Charakterisierung wärmedämmender Erzeugnisse dient u.a. die Anwendungsgrenztemperatur, bei der der Werkstoff innerhalb von 12 oder 24 Stunden (DIN EN 1094-2 oder ASTM C 155) um nicht mehr als 2% nachschwindet. Entsprechend eingesetzter Rohstoffe erfolgt eine Unterscheidung als Vermikulit-, Kieselgur-, Perlit-, Silikaleicht- ,Sillimanit- oder Hohlkugelkorundstein u.a.m. Eine weitere Einteilung erfolgt gemäß den Anwendungsgrenztemperaturen in Isoliersteine bei Einsatztemperaturen unter 1,000 °C und in Feuerleichtsteine bei Einsatztemperaturen über 1,000 °C.
Cordierithaltige Erzeugnisse
Die Rohstoffbasis der cordierithaltigen Erzeugnisse sind neben Cordieritschamotten und spezielle MgO-Träger, die bei Al2O3- und SiO2-Überschuß zur Cordieritbildung, insbesondere in der Bindematrix, beitragen. Vorrangige Formgebung ist das hydraulische Trockenpressen, besonders bei der Herstellung großformatiger Tunnelofenabdeckplatten.
Die cordierthaltigen Erzeugnisse zeichnen sich aufgrund ihrer sehr geringen reversiblen Wärmedehnung durch ein ausgezeichnetes Temperaturwechselverhalten aus. Dieses bedingt auch das vorrangige Einsatzgebiet der Zustellung von Ofenwagen und Brennhilfsmittel für keramische Brennöfen.
Ungeformte Erzeugnisse
Als einer der größten Hersteller in dieser Branche produziert PD-Refractories eine Vielzahl ungeformter Erzeugnisse. Für einen nicht unerheblichen Teil unserer Produkte können wir auf eigene Rohstoffressourcen zurückgreifen.
Unsere hydraulisch-, chemisch- oder luftabbindenen monolithischen Produktlösungen decken nahezu jeden Prozeß innerhalb unserer Branchenpräsenz ab. Hierzu zählen die Bereiche Glas, Aluminium, Stahl und Eisen, Nichteisen, Chemie, Energie, Zement und Kalkindustrieanlagen. In Verbindung mit den geformten Produkten sind wir somit in der Lage, unseren Partnern effiziente Gesamtlösungen anzubieten.
Sprechen Sie uns an, jeder Kunde erhält auf Wunsch eine maßgeschneiderte Lösung nach seinen individuellen Anforderungen.
