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Zirkonsteine

Zirkonoxidsteine

Bei Raumtemperatur monoklines ZrO₂ zeigt bei 1.000 °C bis 1.200 °C unter Volumenschrumpfung um etwa 8 % eine reversible Umwandlung in eine tetragonale Modifikation. Mit Zusätzen von CaO, MgO und Y₂O₃ gelingt es, diese störende Umwandlung durch Herstellung von kubischen Mischkristallen, sogenanntes stabilisiertes ZrO₂, zu vermeiden. Abhängig von Art und Menge der Stabilisatoren, sind diese Werkstoffe innerhalb bestimmter Stabilitätsgrenzen hinsichtlich der Temperatur teil- bzw. vollstabilisiert. Charakteristisch für Zirkonoxid ist der hohe Schmelzpunkt von 2.680 °C und die hohe Beständigkeit gegen Alkali- und Erdalkalioxid- bzw. B₂O₃ -Angriff. Die gesinterten, hochtemperaturfesten und porösen Zirkonoxidsteine werden uniaxial und im Handstampfverfahren hergestellt. Die Produkte werden für spezielle Einsätze in der Stahlindustrie, für die Kieselglaserzeugung (Quarzglas) und in besonderen Atmosphären von Brennöfen und chemischen Anlagen verwendet.